Das japanische Schwitzbad
Weit über ein Jahrtausend gibt es die japanische Badekultur bereits. Angefangen in den buddhistischen Klöstern des Landes – zu dieser Zeit jedoch nur den Mönchen vorbehalten – öffneten sich die Badehäuser zunächst nurfür Arme und Kranke, bis sie schließlich öffentlich zugänglich wurden. Dabei hatte das Badehaus in Japan zunächst vielmehr praktische Gründe. Denn da Wasser mit einem Feuer angewärmt werden musste, galten bestimmte Brandschutzreglungen, die ein Badezimmer im eigenen Haus untersagten. Die traditionellen Dampf- und Heißwasserbäder Japans hatten allerdings nicht sehr fiel gemeinsam mit moderner Reinigungskultur. Die Iwaburos, die meist entlang der Küste gebaut wurden, waren felsenartige Höhlen mit einer kleinen Eingangsluke ohne Fenster. Auf die heißen Steine wurde dann das Meerwasser geschüttet, um so Dampf und Hitze zu erzeugen. Erst nach einem Erdbeben im Jahr 1923, welches große Teile Tokios zerstörten, wurden traditionelle Sentos gefliest und bekamen Fenster. Die Badekultur blieb bis in die 1970ern lebendig, nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass Japan unter dem zweiten Weltkrieg sehr zu leiden hatte und weite Teile zerstört waren. Somit besaßen viele Japaner bis in die 70er hinein kein eigenes Badezimmer. Saunahersteller online finden.
In Japan selbst ist es auch ausländischen Touristen erlaubt die Badehäuer zu nutzen, allerdings müssen sie sich genauso an die Verhaltensregeln halten, wie die Einheimischen selbst. Auch wenn sie es nicht immer ganz so streng nehmen. Unter anderem sind Shampoo und Badehandtuch selbst mitzubringen und die Schuhe müssen ausgezogen werden, am besten bevor man die erste Stufe betritt. Danach wird sich zunächst gewaschen, bevor es ins Bad geht. Dabei darf keine Seife ins Badewasser gelangen.Die Wassertemperatur von 40 Grad ist für europäische Verhältnisse sehr heiß, aber sehr entspannend. Ein modernes japanisches Badehaus wird aufgrund der langen Geschichte zwischen den Geschlechtern getrennt. Denn bis ins 19. Jahrhundert hinein galt ein Sento nicht nur als Ort der Reinigung, sondern auch in manchen Fällen als Ort des körperlichen Vergnügens.
Bis nach Europa ist zwar das traditionelle Badehaus inzwischen durchgedrungen, aber es bleibt weiterhin in einer Nische. Nur wenige Hotels und Anlagen, speziell in Deutschland, bietet die japanische Reinigungskultur an.
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