Sauna und Schwangerschaft
In der Schwangerschaft, so heißt es oft, sollte man es ruhig angehen lassen. Liebe Kollegen und Familienangehörige überhäufen einen mit gut gemeinten Tipps und Ratschlägen rund um den Bauch und was sich darin gerade entwickelt.
Viele werdende Mütter sehen sich dadurch jedoch erst recht Stress ausgesetzt. Und mal ehrlich: Eine Schwangerschaft ist zwar kein Pappenstiel, aber auch keine Krankheit.
Damit es sowohl Mutter als auch Kind gut geht, sollte man auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, auf Alkohol und Nikotin verzichten, ein leichtes Sportprogramm in die Schwangerschaft integrieren und sich von Zeit zu Zeit mal eine extra Wellness-Zeit gönnen, z.B. in der Sauna.
Sauna - da schrillen schnell wieder die Alarmglocken. Ist das nicht viel zu heiß für die werdende Mutter, und schadet die Hitze nicht auch dem Fötus? Vorweg sind Saunabesuche grundsätzlich von chronisch und akut kranken Menschen mit Vorsicht und nur unter ärztlicher Absprache zu genießen.
Doch gerade in der Schwangerschaft kann der regelmäßige Saunabesuch nicht nur positiv auf das Wohlbefinden wirken, auch die Geburt soll sich bei Frauen, die regelmäßig das wohlige Dampfbad besuchen, wesentlich angenehmer gestalten. Da die Wechselwirkung aus Wärme und Kälte nicht nur anregend auf den Kreislauf wirkt, sondern auch die Muskulatur entspannt, verlaufen die Wehen meist sehr viel schmerzfreier. Auch Wassereinlagerungen, die gerade zum Ende der Schwangerschaft verstärkt auftreten, kann man durch regelmäßiges Schwitzen hervorragend entgegenwirken.
Ein paar Punkte sollte man jedoch trotzdem beachten:
Wer vor der Schwangerschaft noch nie die Sauna aufgesucht hat, sollte nicht unbedingt in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten damit beginnen. Der Körper muss sich in dieser Zeit noch an die hormonelle Umstellung und das neue Leben, das in ihm heran reift, gewöhnen. In dieser Zeit also lieber einen Gang zurück schalten. Auch in den letzten Wochen vor der Geburt ist das Dampfbad zurückhaltend zu genießen.
Aroma-Aufgüsse und starke Temperaturschwankungen können nämlich frühzeitig Wehen auslösen. Generell sollten Schwangere die Saunazeiten verkürzen. Eine gute Alternative sind auch Niedrigtemperatur-Saunen wie z.B. die kreislaufschonende Bio-Sauna. Wichtig ist auch, dass der Kälteschock nach dem Saunagang nicht zu groß ist. Lieber den Körper vorsichtig mit einem Fußbad oder einer sanften Wechseldusche auf die anschließende Kälte vorbereiten.
Ganz wichtig, natürlich nicht nur für Schwangere, doch liegt bei ihnen der Flüssigkeitsbedarf natürlich erheblich höher: Trinken, trinken, trinken! Mindestens 2 Liter sollten es über den Tag verteilt sein. Nach einem Saunabesuch oder an besonders schwülen Tagen dürfen es gerne auch mehr sein. Übrigens muss mit der Wellness-Oase nach der Geburt nicht Schluss sein. Studien haben nämlich erwiesen, dass sich regelmäßige Saunabesuche auch positiv auf die Gesundheit von Kleinkindern und Säuglingen auswirkt, wenn sie sonst keine Beschwerden haben. Sie sollen erheblich seltener an Erkältungen und unter grippalen Infekten leiden, außerdem viel tiefer schlafen.
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