Kinder in der Sauna
Man muss nicht mal selbst Kinder haben um zu wissen, dass Erziehung ein quasi-24-Stunden Job ist. Dementsprechend viel Arbeit haben die Eltern mit ihren Kleinen. Für viele scheint es für jahrelang ausgeschlossen, irgendeine Form der Erholung genießen zu können. Viel zu groß ist der Aufwand die Kinder woanders unterzubringen und selbst wenn ein Nachbar, Verwandter, Bekannter oder Kindermädchen gefunden wurde, haben viele Eltern trotzdem kaum eine ruhige Minute, sobald sie sich von ihren Sprösslingen entfernen.
Was wäre also gelungener als die Kinder mit zur Erholung zu nehmen? Wer denkt, Saunagänge mit den Jüngsten wären keine gute Idee aufgrund körperlicher Bedenkgründe der noch nicht ausgewachsenen Kleinen, der liegt falsch. In Finnland, sozusagen dem Weltmeister im Saunen, werden schon Säuglinge ab 2 Monaten mit in die Sauna genommen. Den Standard sollte man hier zu Lande natürlich nicht 1:1 übernehmen.
Ungefähr ab dem 2. Lebensjahr können die Jüngsten mitgenommen werden. Viele Wellness-Einrichtungen bieten mittlerweile auch Familienangebote an, wo die ganze Familie sich Erholung gönnt. Diese Angebote sollte man auch in Anspruch nehmen, da gerade bei jungen Kindern das Verhalten in der Sauna gegebenenfalls andere Beteiligte stören kann und genau das sollte in einer Sauna ja vermieden werden. Man sollte dem Kind erst einmal die Möglichkeit geben die Sauna selbst und auch die dort herrschenden Umstände zu erforschen und die Neugierde zu stillen. Wenn absehbar der Jüngste sich ruhig verhält, kann er natürlich auch außerhalb von Familienangeboten mitgenommen werden.
Wichtig ist es, dem Kind nicht zu viel auf einmal zuzumuten. Kurze und heiße Saunagänge sind besser für den jungen Organismus als lange warme. Es sollte auch nicht zu viel Zeit im Kühlbecken verbracht werden, auch wenn es dem Kind da vielleicht noch am besten gefällt. Wenn dann noch alle Beteiligten die verlorenen Mengen an Flüssigkeit durch Trinken aufnehmen, steht dem Familien-Saunagang nichts mehr im Weg.
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